Erfolgreiches Waldbrandsymposium Alpin 2026 in Oberstdorf
Am 09. Mai 2026 fand im Oberstdorf Haus das erste „Waldbrandsymposium Alpin“ des Landkreises Oberallgäu statt. Zahlreiche Einsatzkräfte, Fachberater, Vertreter von Behörden sowie interessierte Besucher aus Deutschland, Österreich und Südtirol nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung auszutauschen.
Unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers des Inneren Joachim Herrmann wurde den Teilnehmern ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Fachprogramm geboten. Durch den Tag führte Prof. Markus Bresinsky als Moderator.
Im Mittelpunkt standen spannende Einsatzberichte aus dem gesamten Alpenraum. Roman Horrer vom Bezirksfeuerwehrverband Untervinschgau berichtete eindrucksvoll über den Waldbrand bei Latsch – St. Martin im Kofel in Südtirol. Christian Fichtl, Kreisbrandmeister des Landkreises Oberallgäu, schilderte die Herausforderungen beim Vegetationsbrand am Kleinen Daumen in Bad Hindelang. Weitere Einblicke erhielten die Teilnehmer durch den Einsatzbericht zum Waldbrand an der Nordkette Innsbruck von OBR Ing. Christoph Grubhofer der Berufsfeuerwehr Innsbruck sowie die Erfahrungen aus den Waldbränden in der Sächsischen Schweiz, vorgestellt von Clemens Strahl von der Berufsfeuerwehr Plauen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf modernen Einsatzstrategien und neuer Technik in der Vegetationsbrandbekämpfung. Dipl.-Ing. (FH) Christian Lorenz M.Eng. von der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg sowie Dipl.-Sicherheitsing. (FH) Martin Engelskirchen informierten in ihrem Fachvortrag über die Aufgaben und Bedeutung von Fachberatern Vegetationsbrandbekämpfung. Michael Sexl von der Feuerwehr Partenkirchen zeigte zudem die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Drohnen bei Waldbränden auf.
Neben den Vorträgen bot die umfangreiche Ausstellung im Außenbereich zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und zur Besichtigung moderner Technik. Präsentiert wurden unter anderem Waldbrandfahrzeuge, UTVs, Drohnentechnik, Flughelferausrüstung sowie spezielle Löschsysteme für Vegetationsbrände. Besonders großes Interesse galt dem Waldbrand-TLF der Bundeswehrfeuerwehr, den ausgestellten Flughelferkomponenten sowie den verschiedenen Waldbrandmodulen für Pick-Ups und geländegängige Fahrzeuge.
An der Ausstellung beteiligt waren unter anderem die Feuerwehr Oberstdorf, die Feuerwehr Imberg, die Feuerwehr Taufkirchen, das THW Sonthofen, die Feuerwehr Sonthofen, Flughelfergruppen sowie mehrere Fachfirmen aus dem Bereich Vegetationsbrandbekämpfung und Spezialtechnik.
Das Waldbrandsymposium Alpin 2026 zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der fachliche Austausch im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung geworden sind. Die zunehmenden Herausforderungen durch Trockenheit und Extremwetterereignisse machen deutlich, dass Ausbildung, moderne Technik und gemeinsame Einsatzkonzepte in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden.
Aussteller 2026:
- Feuerwehr Oberstdorf – Flughelfer und Ausrüstung für Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung
- Feuerwehr Partenkirchen – Flughelfer und Ausrüstung für Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung, Unimog, Drohne
- Feuerwehr München – Flughelfer und Sent 5000
- Feuerwehr Erge – Flugdienst Vorarlberg und Ausrüstung zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung
- Feuerwehr Taufkirchen – Pickup mit Wald- und Vegetationsbrandmodul
- Feuerwehr Imberg – UTV
- Bundeswehrfeuerwehr – Waldbrand TLF Tatra
- Technisches Hilfswerk Sonthofen – Faltbehälter und Drohne mit der FW Sonthofen
- IBC Hochdruck – Hochdrucklöschanlagen für UTV, Pickup und IBC-Containern
- Suffel – Forstraupe mit IBC-Container
- Ragnar Rescue – Rollcontainer mit Hochdruckschlauchanlage
- Vonblon Polaris – verschiedene UTVs
- BIMA Group – Ausrüstung für Wald- und Vegetationsbrände sowie Feuerwehrbedarf
- Caurus Technologies – Kamerasysteme
- Econoflame – Schaummittel
- Jugendfeuerwehr Oberstdorf und Oberallgäu – Präsentation der Feuerwehrjugend




















